Das Sirren der Gleise hallt in meinem Kopf nach.
Ich probiere die Worte auf der Zunge, schmecke sie; meine spröden Lippen schmerzen, als ich sie in der Kälte bewege, “Das Sirren der Gleise hallt in meinem Kopf nach.”, es fühlt sich gut an, richtig.
Auf dem Bahnsteig ist es kalt und zugig. Grauer Himmel, Januar.
Heruntergekommene Hinterhöfe, ein paar Industrieanlagen und gesichtslose Plattenbauten stehen Spalier für die wenigen Gestalten, die das Leben in dieses einsame Nest gespült hatte und nun auf einen roten Zug vom Nirgendwo ins Nirgendwo warten ließ.
Wenn man in H. wohnt, weiß man, wo man im Leben gelandet ist. Ich bin vor einigen Monaten hergezogen.
“Achtung – an Gleis zwei – ein Zug fährt durch – Achtung!”
Die blecherne Frauenstimme scheppert metallisch über den Bahnsteig. Ein zunehmend lauter werdendes Rauschen aus der Ferne, und dann rast er mit ohrenbetäubendem Lärm an mir vorbei, ein pechschwarzer Güterzug, Waggon um Waggon, der Krach übertönt das Grau und fegt die Gedanken von ihren ausgetretenen Pfaden im Kopf herunter; dann biegt auch der letzte Anhänger um die Kurve hinter dem Bahnhof und ist so plötzlich verschwunden, wie er auch aufgetaucht war.
Das Sirren der Gleise hallt in meinem Kopf nach.















